Die Wendler Fabrik im Wandel der Zeit - Geschichte


Im August 1848 haben sich die Vorfahren der heutigen Wendler-Fabrik als Färber auf der "Insel" niedergelassen. Das Gelände zwischem dem Ziegelweg und dem Echazwildbett war damals stark von Kanälen und ihren Querverbindungen durchschnitten. An ihren Ufern saßen die Gerber und Färber und wuschen ihre Tuche und Felle.

1896 gründen die Brüder Eberhard und Gottlob Wendler die Firma Gebrüder Wendler, die zunächst vom Weber gekaufte Ware färbt. Bald schon muss sich die Firma an den technischen Fortschritt und die Erfordernisse des Marktes anpassen. Aus der bloßen Färberei wird eine Ausrüstungsanstalt. Für den erhöhten Dampfbedarf entsteht ein neuzeitlicheres Kesselhaus.
Die Firma wächst rasant. 1899 entstehen die Weberei und die Zentrale, ein Backsteinbau in der Albstraße.

1906 bietet der Pfullinger Papierlieferant Ernst Laiblin seinem Freund Eberhard Wendler die Spinnerei seines Schwagers zum Erwerb an. Die Zahlungsbedingungen sind so günstig, dass Wendler zustimmt.

1907 - nur 1 Jahr nach dem Kauf der Spinnerei Pfullingen bietet ein Schweizer eine Feinweberei in Lomersheim zum Kauf. Eberhard Wendler erwirbt das Anwesen mit einem Shedgebäude mit Webstühlen, einer Kanal- und Turbinenanlage an der Enz und einem ausdehnten Areal.

Fünf Generationen kann sich Gebrüder Wendler GmbH als Textilunternehmen mit eigener Spinnerei, Weberei und Ausrüstung an drei Standorten in einem schwierigen Markt durch flexible Anpassung an politische und wirtschaftliche Gegebenheiten behaupten. Erst Ende der 70er Jahre, als die Märkte immer globaler werden und man mit der Lohnentwicklung im asiatischen Raum nicht mehr Schritt halten kann, entschließt sich Gebrüder Wendler, die Stoffproduktion aufzugeben und sich auf die Verwaltung ihrer Immobilien zu beschränken.

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